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Mütter und ihre Jobs: Interview mit Sona von SonaLisa

Hallo ihr Lieben,

Vereinbarkeit von Job & Familie/Mutterschaft – ein Thema das immer mehr in den Vordergrund rückt! Zum Glück! Heute starte ich mit einer neuen Blogreihe, in welcher ich euch im Monat 1-2 Mütter vorstellen möchte. Alle diese Mütter haben eines gemeinsam: Sie sind vor oder während der Schwangerschaft bzw. nach der Geburt/Elternzeit, beruflich ganz Neue und Eigene Wege gegangen, um den Spagat zwischen Familie, Job und den eigenen Bedürfnissen zu schaffen! Und sie haben so einiges zu erzählen – nicht nur über ihre Ideen, sondern auch über ihr Leben außerhalb des Jobs.

Den Anfang macht Sona, die ich im Netzwerk der Mompreneurs kennengelernt habe.  Sona ist eine 33-Jahre alte Münchnerin, die sich 2015 mit ihrem Label SonaLisa ihren kleinen Traum von der Selbstständigkeit erfüllt hat. Ein bisschen Mut und Unterstützung hat sie hierfür schon gebraucht, aber nun würde sie diesen Weg immer wieder gehen. Aber das möchte sie euch heute alles selbst erzählen…

Was bedeutet Mutterschaft/Familie für dich?

Meine Familie ist mir sehr wichtig! Diese Liebe, die nichts fordert und dich immer wieder aufbaut und stärkt. Gerade die Liebe zum eigenen Kind, ist unvorstellbar intensiv! Familie bedeutet für mich Geborgenheit und Wohlfühlen. Und dieses Gefühl möchte ich auch meiner Tochter geben.

Was hat sich verändert seit du Mama bist?

Seit ich Mama bin, hat sich mein Leben um 180° gedreht. Früher habe ich so oft es ging die Nächte durchgemacht und war ständig unterwegs. Jetzt liegt mein Glück darin die Zeit mit meiner kleinen Familie zu verbringen. Zum Beispiel schaue ich oft gerne einfach nur zu wenn mein Freund mit meiner Tochter spielt und bin glücklich.  Ich kann und möchte es mir auch nicht mehr leisten die Nächte durchzumachen. Wenn ich dann am nächsten morgen fix und fertig aufstehen müsste, könnte ich dadurch den Tag mit meiner Tochter nicht genießen. Lieber bin ich einigermaßen ausgeschlafen und kann fröhlich mit ihr Quatsch machen. Sicher gibt es Zeiten, in denen ich meinem früheren Leben etwas nachtrauere, aber dann schaue ich mir meine kleine Familie an und freue mich darüber, dass alles so gekommen ist, wie es nun ist!

Wo und Was hast du vor der Schwangerschaft/Elternzeit gearbeitet und warum war dieser Job nicht mehr mit Kindern/Familie zu vereinbaren?

Ich durfte als Kind immer Kind sein. Meine Kindheit war anfangs wohl sehr alternativ, mein beruflicher Werdegang dann aber total durchschnittlich. Gymnasium – Abi – Studium (Kommunikationsdesign). Während und nach dem Studium habe ich selbstständig als Grafikerin für Verlage gearbeitet. Um auch mal das Angestelltenleben kennenzulernen, arbeitete ich danach 2 Jahre in einer Druckerei und war dort für Printdesign und die Druckvorstufe verantwortlich. Dann wurde ich schwanger. Während meiner Elternzeit ging mein Arbeitgeber insolvent und daher konnte ich nicht mehr dorthin zurück. Die Arbeit hat mir zwar Spaß gemacht, ich bin aber auch froh, dass ich durch die Umstände „gedrängt“ wurde mir etwas Neues zu suchen. Wer weiß, vielleicht hätte sonst doch die Bequemlichkeit gesiegt und ich hätte mein Unternehmen nicht gegründet. Nun genieße ich es mir meine Zeit so einteilen zu können, wie ich es möchte.

Wie kam es zu der Idee/dem Konzept zur Selbstständigkeit?

Schon immer habe ich sehr gerne kreativ gearbeitet. Aus alten Sachen Neues, Schönes und Nützliches zu machen und Ihnen wieder neues Leben einzuhauchen hat mir schon immer Spaß gemacht. Mit dem Nähen habe ich richtig in der Schwangerschaft angefangen. Ich habe viele Tutorials gelesen und angeschaut, dadurch sehr viel gelernt und so meine ersten eigenen Stücke entworfen. Als meine Tochter unser Leben dann auf den Kopf gestellt hat, habe ich mir durch meine Ideen den Alltag mit ihr erleichtert. Die Zeit mit ihr wollte ich sinnvoller nutzen. So entstanden nach und nach die ersten Produkte von SonaLisa. Den Anfang machten die praktische Kinderwagentasche „Utilie“ und der schnelle Schnullerschutz „Pipo“. Das Konzept von SonaLisa nahm immer mehr Gestalt an.

Was ist deine größte Stärke als Mutter und ist diese dir auch im Job/Selbstständigkeit von Nutzen?

Ich denke meine größten Stärken als Mutter sind meine Flexibilität und Kreativität. Wenn etwas mal nicht so klappt, wie ich mir das vorstelle, kann ich mich schnell umorientieren und andere Wege einschlagen. Diese Stärken sind auch sehr hilfreich für mein Business, da im Alltag einer Selbstständigen häufig Dinge passieren, die man nicht vorhersagen kann und oft ein schnelles Umdenken angesagt ist.

Was gefällt dir Besonders an deinem Job? Und was an deiner Selbstständigkeit?

An meiner Arbeit gefallen mir sehr viele Dinge. Zum Einen natürlich das Kreativsein, das Austüfteln und Umsetzen der Ideen, sei es an der Nähmaschine neue Produkte oder auch am Computer ein neues Layout. Aber auch die Herausforderungen des Marketings und sogar ab und an der Bürokram machen mir Spaß. Ich denke die Abwechslung machts. An der Selbstständigkeit im Allgemeinen gefällt mir die Selbstbestimmung. Man kann sich seine Zeit frei einteilen und die eigenen Vorstellungen umsetzen. Aber auch das Eintauchen in immer wieder neue Bereiche des Unternehmertums macht den Reiz aus. Diese ganzen Punkte sind ab und an zwar auch eine Last, aber im Großen und Ganzen genieße ich es. Und am Ende sehe ich: „Das alles habe ich (fast) ganz alleine aufgebaut!“ Das macht einen stolz!

 

Sona_Bank

 

Wie sieht ein Tag in deiner Familie aus?

Montag und Dienstag habe ich den ganzen Tag Zeit für meine Tochter. Wir gehen viel raus, spielen und toben zusammen. Das sind absolute Mama-Tochter-Tage. Während sie Mittagsschlaf macht, mache ich was fürs Unternehmen, den Haushalt oder was sonst gerade anfällt. Mittwoch bis Freitag ist sie bis nachmittags bei ihrer Tagesmutter, in der Zeit arbeite ich und bringe die Wohnung auf Vordermann. Samstags geht der Papa mit ihr meistens einkaufen, so dass ich noch ein bisschen arbeiten kann und die restliche Zeit des Wochenendes versuchen wir möglichst als Familie was zu unternehmen. Und da sind noch die Abende, an denen ich auch meistens arbeite. Aber es gibt natürlich auch ab und zu entspannte Auszeiten.

Wie organisierst du deinen Job/Kinder/Haushalt/Mann – und wie bekommst du alles unter einen Hut?

Eigentlich fällt das mit der Zeit recht leicht. Der Mensch ist ja ein Gewohnheitstier 🙂
Vieles erledige ich zwischendurch. Manchmal wünscht man sich vielleicht mehr Schlaf- und Ausruhzeiten, aber auch an das gewöhnt man sich. Ich organisiere mich flexibel von Tag zu Tag. Denn es kommen ja immer wieder unerwartete Dinge zwischenrein. Das funktioniert bei mir sehr gut. Den Haushalt mache größtenteils ich. Das erledige ich meist zwischendurch, wenn ich mal eine Arbeitspause brauche. Aber mein Freund unterstützt mich auch da so gut er kann.

Würdest du den Schritt in die Selbstständigkeit immer wieder wagen? Würdest du etwas anders machen? Wenn ja, was genau?

Ja, ich würde den Weg immer wieder gehen!
Wenn ich nach der Elternzeit wieder in meinen Job in der Druckerei zurück gekonnt hätte, hätte ich mein Business vielleicht erst nebenher gestartet.  Im Nachhinein hätte ich mir bei meinen Recherchen einiges an Zeit sparen können. Hier war ich in Sachen Rechtliches und Ökologisches sehr penibel und vieles wäre nicht nötig gewesen.
Aber ansonsten hätte ich alles wieder genauso gemacht.

Welchen Tipp hast du für Mütter die unzufrieden/unglücklich mit ihrem Job sind und/oder mit dem Gedanken spielen sich selbstständig zu machen?

Sich selbstständig zu machen sollte schon gut überlegt sein. Wenn Ihr Euch das aber zutraut und vielleicht auch den finanziellen Rückhalt habt, dann traut Euch! Versucht aber, vor allem in der Anfangsphase, Euch ganz viel Rat von Leuten zu holen, die schon Erfahrung mit dem Gründen haben oder in der selben Branche tätig sind wie ihr. So könnt Ihr Euch einiges an Zeit und Nerven ersparen.

…ein letzter Satz von dir?

Seid keine Perfektionisten, Machen ist die Devise!

 

Logo_SonaLisa_dunkelbraun_hintergrund

Schnullerschutz_Pipo_alle-3

 

Erste-Hilfe-Tasche_Karas2

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1 Comment

  • Reply
    ♥ Unsere Januar-Lieblinge ♥ – Mini & Mami
    Januar 30, 2016 at 9:54 pm

    […] Im ersten Interview „Mütter und ihre Jobs“ habe ich euch Sona vorgestellt, die tolle selbstgenähte […]

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