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MiniundMami
GESUNDHEIT

Meine Superfoods für kleine Superhelden!

Kinder toben, sie rennen, laufen den ganzen Tag von A nach B, sitzen gefühlt niemals still. Kinder sind immer in Bewegung haben irrsinnig viel Energie und haben Hummeln in ihren süßen kleinen Popöchen! Das ist für uns Eltern manchmal wirklich anstrengend und trotzdem bin ich froh, dass meine Kinder so aktiv sind und mich mitziehen. Da gibt’s kein Erbarmen – ich muss ran! Schneeballschlachten, mit dem Fahrrad über Feldwege, mit dem Laufrad 100te Runden durch den Garten, zum Kinderturnen, auf dem Spielplatz toben, auf Bäume klettern – manchmal, so sagte meine Freundin erst letzte Woche zu mir, frage ich mich, ob wir vielleicht gar nicht wissen das wir eine Bundeswehr-Ausbildung absolvieren. Doch nicht nur wir, sondern vor allem auch die Körper unserer Kinder verbrennen unzählig viel Energie. Und genau aus diesem Grund brauchen kleine Superhelden auch tolle Superfoods die ihre Körper beim Wachsen optimal unterstützen. Superfoods, die dem Körper gut tun und ihn nicht belasten. Ich gebe zu, gesunde Ernährung ist nicht immer leicht, kostet ein klitzekleines bisschen mehr Zeit und vielleicht auch ein bisschen mehr Kreativität. Aber ich denke wir müssen uns nicht darüber unterhalten, dass wir das für unsere Kinder tun. Und ich sehe es auch als meine Pflicht, meinen Kindern nicht nur etwas über gesunde Ernährung zu predigen, sondern es ihnen auch vorzuleben. Das Problem ist bei mir zumindest aber wirklich oft die Zeit. Man hetzt von einem Termin zum anderen, kauft unter Zeitdruck schnell das nötigste ein und legt dabei Dinge in den Einkaufswagen die uns versprechen gesund zu sein. Fruchtzwerge zum Beispiel, schließlich steht auf der Verpackung irgendwas mit „wichtigen Vitaminen“, oder Obstmus aus der Tüte (ohne Zusatzstoffe und Zucker –  sicherlich!) Ich hab sogar schon von einer Mama gehört, dass sie ihren Kindern extra Nimm2-Lachgummi’s kauft, weil da könne man sich ja sicher sein, dass sie auch noch ein paar Vitamine abbekommen, während sie naschen! Warum nur, lassen wir uns so über den Tisch ziehen – und dann noch auf die Kosten unserer Gesundheit, und der unserer Kinder! Dabei ist es mit ein bisschen Organisation und Planung, wirklich einfach seine Kinder gesund zu ernähren. Ich will euch heute ein paar unserer Superfoods vorstellen, die ich für die Minis immer zuhause habe. Die super Wandlungsfähig sind und aus denen man leckeres zaubern kann. Die euch auf ganz unkomplizierte Art & Weise dabei helfen, eure Ernährung und die eurer Kinder besser und gesünder zu machen…

 

Beeren [ Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren & Co.]

Beeren hab ich das ganze Jahr über zuhause, wenn ich keine frischen bekomme, dann eben tiefgekühlt. Die sind dann zwar nach dem auftauen oft nicht mehr ganz so hübsch anzuschauen, aber sind perfekt für den Mixer! Die Kinder freuen sich dann über einen leckeren Beeren-Smoothie oder ein erfrischendes, selbstgemachtes Eis. Ansonsten kommen sie bei uns als Topping auf das Morgen-Müsli und machen zusammen mit Haferflocken, Chia-Samen, Leinsamen, Bananen und Mandeln ganz schön was her! Auch für fruchtigen Obstsalat oder für die Brotzeitbox eignen sie sich auch prima und selbst für die allerkleinsten sind sie als Fingerfood und Zwischenmahlzeit in unserer Familie nicht mehr wegzudenken. Blaubeeren zum Beispiel wirken entzündungshemmend. In roten Johannisbeeren und Erdbeeren steckt wahnsinnig  viel Vitamin C und Himbeeren enthalten viel Eisen, Magnesium und Kalzium, welches unter anderem super wichtig für die Knochenbildung ist.

Griechischer Joghurt

meine gesunde Alternative zu den vielen industriell hergestellen Joghurts, die einfach unglaublich viel Zucker enthalten. Das wollte ich so nicht für meine Kinder, aber natürlich lieben Kinder Joghurt. Deshalb war ich lange auf der Suche nach einer echten Alternative. Mit griechischen Joghurt sind bei uns alle glücklich, denn er er schmeckt, ist lecker cremig und kann mit allen möglichen gepimpt werden – je nach Geschmack. Mein Liebster mag ihn gerne pur, mit einem Klecks Honig. Der große Sohn mag ihn mit frischen Beeren, der kleine Sohn mit Banane oder geriebenen Apfel und ich esse ihn gerne mit Mandeln, Beeren und Honig. Ihr merkt schon viele unterschiedliche Geschmäcker – wie gut das er so wandlungsfähig ist. Ihr könnt ihn außerdem auch für eine leckere Salatsoße benutzen oder ihn statt Sahne zum abschmecken von Soßen benutzen. Und ich bin mir fast sicher – euch fällt da noch viel mehr ein!

Karotten

Sind hier auch immer im Einsatz und sind für mich absolutes Superfood! Wie gesund das orangefarbene Gemüse ist muss ich euch vermutlich gar nicht sagen! Möhren enthalten von allen Gemüsesorten das meiste Carotin. Da ist eine Vorstufe von Vitamin A, welches wiederrum wichtig für die Sehfähigkeit ist. Sie enthalten aber auch viel Vitamin B und C, sowie den Radikalfänger Vitamin E. Karotten verarbeite ich schon am Morgen zusammen mit Äpfeln und Orangen zu unserem selbstgepressten Guten-Morgen-Saft. Sie finden Einsatz in Gemüsepfannen und sind Beilage bei Fleisch oder Fischgerichten. Ich mache zusammen mit Äpfeln eine leckere Rohkost, oder wir dippen sie als Zwischenmahlzeit in Naturquark. Aber auch zum Backen eignen sie sich super und machen Kuchen so richtig saftig. Es lohnt sich also immer ein paar im Kühlschrank zu haben!

Dinkel-Mehl

Sollte tatsächlich in keinem Vorratsschrank fehlen. Das Weißmehl nicht gesund ist und auch nicht wirklich lange satt macht, wissen wir eigentlich alle, aber  Dinkelmehl klingt so unglaublich gesund, dass es gar nicht schmecken kann, findet ihr? Ich muss euch enttäuschen, denn vermutlich werdet ihr und eure Minis gar nicht bemerken, dass die leckeren Pfannkuchen, die natürlich auch hier alle lieben, aus Dinkelmehl zubereitet sind. Die gesunde Alternative für alle die auf Süßspeisen, Kuchen & Co. einfach nicht verzichten können und wollen. Ich setzte Dinkelmehl bei allen Rezept einfach ganz unkompliziert 1:1 und so mache ich daraus z. B auch selbstgebackenes Brot das beliebig mit weiteren Zutaten wie Sonnenblumenkerne, Leinsamen, Sesam, Nüssen etc. aufgehübscht wird. Aber auch Kaiserschmarrn, Pancakes oder Apfelküchle werden bei uns aus Dinkelmehl gemacht und die Umstellung war überhaupt nicht schwer. Überhaupt schaue ich auch bei gekauften Backwaren darauf, dass ich nicht unbedingt Weissbrot sondern Körnersorten kaufe, und für die Kinder gibt es Dinkel-oder Roggenbrötchen. Schmeckt und ist gesünder!

Vollkornprodukte

Ob Quinoa, Bulgur, Naturreis, Haferflocken oder Vollkornnudeln – sie sind eine wunderbare Nährstoffquelle, stecken voller Proteine und liefern wertvolle Energie. Vollkornprodukte werden weniger schnell aufgenommen und deshalb wird die Energie auch langsamer freigesetzt. Das bedeutet, man fühlt sich länger fit & satt und man isst automatisch weniger. Quinoa hat die beste Nährstoffbilanz und (juhu! Mamas aufgepasst!) hat dabei auch noch die kürzeste Kochzeit! Super oder? Nein Spaß beiseite, das eigentlich tolle an Quinoa ist, dass es alle! acht Aminosäuren enthält und super flexibel einsetzbar ist. Zum Frühstück im Müsli, als Eintopf, im Auflauf oder im Salat – Quinoa macht  sich eigentlich überall gut! Haferflocken sind eine tolle Eiweiß und Ballaststoffquelle. Das Besondere aber: Haferflocken enthalten Mangan, ein Mineral welches Enzyme für den Knochenaufbau bildet. Das Beste: Kinder lieben Haferflocken – also wie wäre es am Morgen mit einem leckeren selbstgezauberten Birchermüsli mit allem was euch und euren Minis schmeckt? Bei Reis habe ich übrigends früher nie auf den Zusatz: „Naturreis“ geachtet! Das solltet ihr aber unbedingt tun. Bei weißem Reis ist nämlich die Kleieschicht beschädigt, was bedeutet das der Reis alle seine wichtigen Nährstoffe wie Eisen, Mangan, Selen, Magnesium und wichtige Ballaststoffe verloren hat. Und das wäre ja wirklich schade, oder?

Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte wie Kichererbsen, Linsen, Erbsen, Bohnen & Co. waren langezeit so gar nicht in meiner Küche zu finden. Wem zum Teufel schmeckt das, war die Frage die mich langezeit beschäftigte! Mittlerweile sind zumindest Kichererbsen und Linsen aus dem Vorratschrank nicht mehr wegzudenken. Sie stecken voller Eiweiß, weshalb sie für uns ein großartiger Ersatz zu Fleisch sind. Sie enthalten wenig Fett, dafür aber viele Balaststoffe. Und wer hätte das gedacht, sie sind so großartig einsetzbar! Bei uns gibt es oft eine marrokanische Linsensuppe, die nicht nur schnell zubereitet ist, sondern auch noch lecker schmeckt. Auch kommen bei uns sehr oft Fallafeln auf den Tisch, die wir mit frischen Gemüse und Fladenbrot kombinieren. Und wenn ihr schon am experimentieren seid, dann könnt ihr auch gleich Erbsen-Küchlein probieren, die die liebe Saskia auch gerne als Fingerfood ab dem Beikost-Alter anbietet. Hier bei diesem Punkt, darf einfach gerne etwas experimentiert werden und sicherlich schmeckt nicht immer alles – aber ihr solltet die leckeren Eiweißlieferanten euren Kindern nicht vorenthalten!

Natürliche Süßungsmittel

Verbannt raffinierten Zucker am besten gleich in die hinterste aller Schubladen in eurer Küche (die für den absoluten Oberknaller-Notfall) und steigt auf die gesunde Variante um. Zucker macht Krank, fördert schwere Krankheiten wie Diabetes, Alzheimer und sogar Krebs und macht uns einfach dick. Da brauchen wir auch nicht drum rum reden. Bei seiner chemischen Verarbeitung wird er praktischen allen vorteilheiften Närhstoffen beraubt und ist deshalb eigentlich nur noch eins: IGITT! Natürlich möchte ich und die Kinder aber nicht auf alles Süße verzichten und so musste ich mich nach Alternativen umschauen. Die da heißen: Honig (natürlich erst für Kinder ab 1 Jahr), Agavendicksaft, Kokosblütenzucker und Zuckerrübensirup, denn ich aber hauptsächlich beim Brot backen verwende. Das Problem an diesem Punkt ist, dass Zucker eigentlich in fast allen weiterverarbeiteten Lebensmitteln steckt. Wer also an diesem Punkt etwas verändern will, der muss das Problem eigentlich an seiner Wurzel packen und auf solche Lebensmittel völlig verzichten. Das kostet erstmal natürlich alles Zeit und die Umstellung ist sicherlich alles andere als einfach, aber man wird in jedem Fall belohnt. Wir schaffen das nicht in jedem Punkt, aber ich arbeite Monat für Monat daran, es noch ein bisschen besser umzusetzen. Im Biomarkt oder in Reformhäusern findet ihr Marmeladen, Brotaufstriche, Joghurts, Eis etc. immer in der gesünderen Alternative,  ohne Rohrzucker. Macht euch mal auf die Suche!

 

Das war nur eine kleine Auswahl an Lebensmittel, aber Lebensmittel mit großer Wirkung! Natürlich gibt es auch noch unzählig viele andere Superfoods. Gewürze, Fette, Nüsse und weitere Samen, wie Chia & Co, aber auch Meeresalgen, Blüttenpollen und diverse Pulver wie Baobab. Natürlich sind das alles Superfoods, aber oftmals ist der Einsatz in der Familienküche wirklich kompliziert und der Geschmack etwas eigenwillig! Man muss nicht alles ersetzen. Wir zum Beispiel trinken viel zu gerne Milch, als das ich sie durch Mandel-, Soja, oder Reismilch ersetzen wollen würde. Jede Familie muss hier wirklich ihren Weg finden. Mir ist es aber ein echtes Anliegen mehr über gesunde Ernährung zu schreiben, denn es geht hier nicht um irgendwas mit dem wir spielen können.

Es geht um die Gesundheit unserer Kinder und wir Eltern tragen die Verantwortung dafür!

Was sind eure Superfoods? Was habt ihr immer zuhause?

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2 Comments

  • Reply
    Antje aus Ostfriesland
    Januar 13, 2017 at 1:16 am

    Danke, für den tollen Beitrag. Das Rezept der marokkanischen Linsensuppe würde mich sehr interessieren… Wir verwenden auch viel Dinkel Mehl. Naturjoghurt und Quark und Vollmilch haben wir immer hier. Genau wie einige Sorten Obst und Gemüse. Und tiefgefrorene Beeren und selbstgemachter Apfelmus bzw. mit Mango oder Birne ist auch in kl. Portionen eingefroren. Wir 4 essen alle auch gerne Körnerbrot/-brötchen – ich möchte aber auch gerne mehr selber backen und Schwarzbrot selber machen. Und wir legen endlich noch Hochbeete an, um einfach frisches Gemüse direkt zu Hause zu haben. Ein paar Beerenbüsche und 6 Tomatenpflanzen versüßen uns auch den Sommer… Mit dem Zucker ist es echt schwierig…Ist ja wirklich fast überall drin.. Ich möchte auch gerne Müsli selber machen.

  • Reply
    Edith
    Januar 17, 2017 at 6:35 am

    Danke!
    Ich finde es auch enorm wichtig den Kindern gesundes Essen vorzusetzen 🙂
    Wir haben kaum noch weißen Reis zuhause , wenn dann nur zum Mischen. Hauptsächlich gibt es bei uns Dinkelreis.
    Ich versuche meinen Kindern beizubringen Lebensmittel regional und saisonal zu kaufen.
    Immer zuhause: Äpfel, Milch vom Bauern, Müsli, aber auch Schinken, Käse und Fleisch 🙂
    Liebe Grüße
    Edith

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