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GESUNDHEIT

Wachstumsschmerzen bei Kindern [alles was du wissen musst]

Vielleicht kennt es der ein oder andere von euch noch aus der eigenen Kindheit? Diese quälenden Schmerzen über’s Schienbein bis hoch in die Oberschenkel? Ich weiß gar nicht mehr wieviele Nächte ich schreienend bei meiner Mama im Arm lag, mit dem Gefühl mir würden die Beine abfallen, vor Schmerzen. Es tat wirklich höllisch weh. Meine Jungs haben das wohl von mir „vererbt“ bekommen, denn auch meine Beiden wachen in so mancher Nacht, schreiend auf, und klagen über Beinschmerzen. Erst gestern wieder,  [das ist auch der Grund warum ich es gleich für euch aufschreiben möchte] war es beim kleinen Sohn wieder so schlimm, dass wir alle kaum geschlafen haben. Gegen 11 wachte er auf, und weinte bitterlich vor Schmerzen. Er war mit nichts zu beruhigen. Ich trug ihn erst durch’s Zimmer, irgendwann durch unser ganzes Haus, wo er sich an mich klammerte und nicht aufhörte zu wimmern. Ich sag’s euch – mein Mama-♥. Daher gibt es heute für euch ein paar Infos über Wachstumsschmerzen bei Kindern. Vielleicht habt ihr ähnliche, eigene Erfahrungen? Euer Kind wacht Nachts auch häufig auf, weint und ihr wisst nicht was los ist?

Infos über Wachsstumsschmerzen bei Kindern

Beim reinlesen in dieses Thema sind mir vor allem zwei Info’s im Gedächtniss geblieben. Etwa 30-40% der Kinder im Alter von 2 – 16 Jahren sind betroffen. Das war für mich eine Zahl, die ich im ersten Moment so gar nicht nachvollziehen konnte. Doch als ich dann anfing, mit Freundinen und Bekannten darüber zu reden, wurde schnell klar, da gibt es schon allein in unserem Bekanntenkreis sehr viele Familien, die dieses Phänomen Wachsstumsschmerzen selbst durchhaben. Oder zumindest auch wieder jemanden kennen. Das war für mich erstmal sehr beruhigend. Als Mutter geht da irgendwie so ein akutes Warngeräusch aus, und du atmest erleichtert wieder auf, schließlich bist du nicht allein damit.

Woher diese Wachsstumsschmerzen kommen weiß niemand so genau. Bei diesem Schmerzphänomen sind keine Veränderungen an den Knochen, Gelenken oder in Labortests zu erkennen. Man vermutet als Ursache allerdings  einen Dehnungsschmerz, der dann auftritt wenn die langen Röhrenknochen, wie Unter- oder Oberschenkel wachsen. Der Körper schüttet nämlich vorallem, und überwiegend Nachts, sogenannte Wachsstumshormone aus. Deshalb auch der Satz: „Der Körper wächst im Schlaf!“. Das würde passen, denn die Schmerzen treten bei allen betroffenen Kindern überwiegend Nachts auf.

Es gibt mittlerweile allerdings Studien, die genau das widerlegen und keinen Zusammenhang feststellen. Es wird häufig auch von einer psychischen Beteiligung und dem Zusammenhang von Übermüdung gesprochen. Auch das konnten wir bei unseren Jungs schon beobachen. Wenn die Kinder mehrere Tage, aufgrund von Feierlichkeiten länger wach waren, oder keinen Mittagsschlaf gemacht haben, trat die beschriebenene Symptomatik wieder auf.

Die Intensität des Schmerzes kann dabei sehr unterschiedlich sein. Manche Kinder nehmen es als unangenehmes Ziehen wahr, für andere ist der Schmerz so unerträglich, dass ein Weiterschlafen, oder ein Beruhigen erstmal völlig unmöglich wird. Die Schmerzen können einseitig, oder beiseitig sein, können über wenige Minuten, bis zu Stunden anhalten. Der Schmerz kann von den Kindern häufig nicht lokalisiert werden, meine Jungs sagen immer, dass einfach das gesamte Bein weh tut.

Was mache ich wenn mein Kind Wachsstumsschmerzen hat?

Bei uns hilft eigentlich nur ein kühlendes Muskelgel, welches ich zum Beispiel sellbst nach Anstregung oder Sport benutze. Das tut den Kindern meist schon sehr gut. Auch die homöopathische Schmerzsalbe Traumeel S, hilft uns sehr. Je nach Schmerzintensität, massiere ich mit einer der beiden Salben, sanft das Bein meiner Kinder, und versuche sie mit Singen oder Kuscheln zu beruhigen. Beide Kinder reagieren sehr auf Berührung. So lange ich das Bein streichle oder massiere, wird das schluchzen deutlich ruhiger und leiser, sie beruhigen sich und kommen etwas zur Ruhe. Auch ein leichter Druck scheint ihnen gut zutun.

Außerdem hilft uns auch Guaiacum oder Arnica in der Potenz D6. Ich gebe den Kindern 5 Globulis. Und je nach Bedarf eine halbe Stunde später noch einmal 3 Globulis. Auch Arnica- oder Johanniskrautöl hilft sehr gut. Achja, und das Geheimrezept: Kuscheln, Kuscheln und ganz viel Liebe. Zur Not stehen wir auch mal auf, schauen ein Buch an, oder gemeinsam in den Sternenhimmel und es wird immer wieder klar, es geht auch einfach um Nähe & Zuwendung von Mama & Papa, die den Kinder sehr gut tut. Wenn das Kind dann erstmal wieder eingeschlafen ist, ist der Spuk meist vorbei. Am nächsten Morgen sind die Schmerzen dann weg.

Sollte dies nicht der Fall sein, das Kind klagt weiter über Schmerzen, solltet ihr natürlich einen Arzt aufsuchen. Einfach um abzuklären, ob etwas anderes dahinter stecken könnte. Grundsätzlich schaue ich meistens ob irgendwelche Entzündungsanzeichen sichtbar sind. Das bedeutet: Rötung, Schwellung oder Wärme im Schmerzbereich. Mit größeren Kindern kann man außerdem auch gut reden, vielleicht sind sie gefallen, oder haben sich beim Sport überanstrengt, womit auch eine andere Ursache nicht ausgeschlossen wäre, und man über einen Arztbesuch nachdenken muss. Bei kleineren Kindern bin ich lieber einmal zu oft beim Arzt, gerade wenn die Schmerzen auch nach einiger Zeit, oder zur Not mit einem Schmerzsaft, oder Paracetamol-Zäpfchen nicht abklingen.

Habt ihr auch ein Kind das immer wieder an Wachsstumsschmerzen leidet? Habt ihr noch Tipps die bei euch gut helfen?

 

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