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MiniundMami
Wir tragen

Warum ein Baby getragen werden sollte…

Babys  werden geboren und sind völlig  unselbstständig und hilflos. Sie sind geleitet von ihren Instinkten & Bedürfnissen. Ein Baby weiß nicht, in welchem Land es geboren wird, ob wir an den Fenstern Doppelverglasung haben, oder im nächsten Moment ein wildes Tür an seiner Wiege steht, mit dem Vorhaben es zu fressen. Das Baby weiß nicht, dass wir sesshaft geworden sind, und das normalerweise nicht die Gefahr besteht, von der weiterziehenden Sippe vergessen zu werden.  Unsere Lebensbedingungen haben sich seit der Steinzeit wesentlich verändert, aber jetzt kommt der entscheidende Punkt:  das Baby weiß das nicht!

Für unsere Babys beginnt ab der Geburt ein Kampf ums Überleben, und so beginnt es ab der ersten Minute seine Bedürnisse einzufordern. Die wichtigsten Bedürfnisse sind natürlich: Nahrung, Nähe/Wärme Liebe & Schutz. Babys die abgelegt werden schreien. Babys können die Zeit noch nicht einordnen, sie kennen keine: „Nur mal zwei Minuten!“ Sie können weder ihre Umgebung, noch die Situation abschätzen, und schon gar nicht die Bedürfnisse von seinen Eltern erkennen.

Liegen gelassen werden heißt, seiner Umwelt schutzlos ausgeliefert zu sein und das bedeutet Gefahr! Dagegen wehrt es sich natürlich, gesteuert von seinen Urinstinkten und schlägt Alarm!  „Stopp  – ich will getragen werden, denn nur bei so bin ich sicher!“

Immer mehr Eltern handeln dann ebenso instinktiv, und nehmen das Kind wieder auf und zu sich. Tragen, wiegen und streicheln es. Das Kind beruhigt sich – es funktioniert. Reagieren Eltern auf das Weinen oder Schreien nicht, wird sein weinen vorerst lauter, wird aber dann irgendwann auch wieder verstummen. Auch hier handelt das Baby wieder völlig instinktiv, es möchte natürlich zum einen kein wildes Tier anlocken, zum anderen versucht es Kräfte & Ressourcen zu sparen. Das Verstummen wird also völlig falsch gewertet. Es ist keine gelernte Selbstrequlation, nichts was von uns als positives Training gewertet werden kann, denn es ist ganz einfach ein Stück weit Selbstaufgabe. Die Erkenntnis, dass das Weinen nicht gehört wird, und somit für unser Baby Engergieverschwendung ist.

Trotzdem ist das ständige Tragen auf dem Arm natürlich anstrengend, der Haushalt bleibt liegen und vielleicht ist da sogar noch ein Geschwisterkind das Zuwendung braucht und einfordert.  Ein Tragetuch bzw. eine Tragehilfe ist hier eine tolle Hilfe, welche die Bedürfnisse aller zusammenbringt.

Ein Kind im Tragetuch oder einer Tragehilfe ist eingebunden in einen sicheren Raum. Ein kleiner Raum, zunächst die meiste Zeit schlafend, aber im Laufe der Zeit auch zunehmend wach. Umso älter es wird, desto mehr interessiert es sich für seine Umwelt und wird über den „Tuchrand“ hinausblicken. Es wird mit anderen Menschen in Kontakt treten wollen und wird zunehmend sicherer werden. Nach und Nach wird sich das Baby aus dem Tuch lösen und weniger Zeit tragend verbringen. Es wird sich selbst fortbewegen wollen – in seinem eigenem Tempo.

Doch zunächst braucht es Schutz und Sicherheit.Das war für die gesamte Dauer der Schwangerschaft Mamas Bauch. Diese Zeit ist nun vorbei, doch wir können als Eltern dem Baby ein langsames Herantasten, an diese noch so fremde, angsteinflösende Welt ermöglichen.

Wir können ihnen einen sanften Start ins Leben geben.

Für ein Baby bedeutet das: Bewegter Körperkontakt, das Hören des Herzschlags der Ihnen noch aus dem Bauch vertraut ist, bzw. der Anderer zuverlässiger Schutzpersonen. Es bedeutet: Nähe, so viel wie nur möglich. Es ist somit also das natürlichste der Welt unsere Kinder zu tragen. ♥

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