Schlafen – Mini & Mami | family.travel.life.style https://miniundmami.net Wed, 30 May 2018 09:28:56 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.1 https://miniundmami.net/wp-content/uploads/2019/01/cropped-Mini-Mami10-32x32.png Schlafen – Mini & Mami | family.travel.life.style https://miniundmami.net 32 32 Einschlafbegleitung ist nicht nur für kleine Kinder! https://miniundmami.net/2018/05/30/einschlafbegleitung-ist-nicht-nur-fuer-kleine-kinder/ https://miniundmami.net/2018/05/30/einschlafbegleitung-ist-nicht-nur-fuer-kleine-kinder/#comments Wed, 30 May 2018 08:58:08 +0000 https://miniundmami.net/?p=9278 Einschlafen. Durchschlafen, überhaupt das Thema Schlaf ist vermutlich das Thema, welches uns als Eltern am meisten beschäftigt. Ein echtes Phänomen, dass sich fast alle dieses Thema so völlig anders vorstellen, als es dann letzlich tatsächlich kommt. Klar, wir wissen ja schließlich nicht, welchen Charakter unsere Kinder mit sich bringen. Denn als Mama von zwei Jungs, im Alter von 5 und 3 Jahren, kann ich sagen: Unterschiedlicher hätte bei meinen beiden Kindern das Thema gar nicht sein können. Zwei verschiedene Kinder, zwei völlig verschiedene Schlafsituationen. Schon wirklich oft habt ihr mich gebeten, auf das Thema Schlaf, und wie das bei uns so läuft einzugehen. Euch mehr darüber zu erzählen. Denn ihr habt ganz richtig bemerkt, auch der große Sohn, mittlerweile 5 1/2 Jahre alt, wird von uns noch jeden Tag in den Schlaf begleitet. Aber von vorne…

Der große Sohn, war noch nie, ein guter Schläfer, was sich über die Jahre nie wirklich verändert hat. Tatsächlich dachte ich immer, spätestens mit 3, max. 4 Jahren lassen wir das leidige Thema entgültig hinter uns. Dem war aber nicht so, und auch heute noch, braucht er sehr lange um abzuschalten, und sich in den Schlaf fallen zu lassen. Es gibt viele Nächte, in denen er sehr unruhig schläft, wild träumt und Nähe sucht. Und am Morgen ist er sehr bald wieder wach. Das liegt zum einen daran, dass er einfach weniger Schlaf braucht, als sein kleinerer Bruder. Aber auch daran, dass er in einer Beziehung sehr ähnlich tickt wie ich. Wir saugen beide, den ganzen Tag die Dinge so in uns auf, nehmen Stimmungen anderer unterbewusst in uns auf. Am Abend kommt alles wieder hoch, und ich brauche oft sehr lang, den Tag zu verarbeiten und für mich abzuschließen. Ganz ähnlich ist es bei meinem 5-Jährigen…

Die Schlafsituationen haben wir in den letzten Jahren unendlich oft umgestellt und verändert. Wir haben gefühlt unzählige Möglichkeiten ausprobiert, die ihm beim Ein-und Durchschlafen helfen könnten. Ich glaube wir haben da eigentlich alles durch. Später ins Bett, früher ins Bett, Abendspaziergänge & Fahrradtouren, austoben, ruhige Abendrituale, stundenlanges Vorlesen, Hörbücher, Entspannungsmusik, Baden, Massagen – ich könnte ewig weitermachen. Letztlich war das alles nicht verkehrt, es hat alles irgendwie auch geholfen, und da war einiges dabei was wir beibehalten haben, auch wenn es nicht den ultimativen Erfolg gab.

Letztlich hilft nur eins: Zu ihm ins Bett legen und sich einfach die Zeit nehmen, die er nunmal braucht. Natürlich geht es bei einem 5-Jährigen nicht mehr um Milchmahlzeiten oder Einschlafstillen – das erklärt sich vermutlich von selbst. Und doch geht es um Nähe, um Zuwendung, um Aufmerksamkeit und Zeit, die nur diesem kleinen, großen Menschen gewidtmet ist. Denn ja, am Abend, in der Nacht, werden große Kinder wieder einige Zentimeter „kleiner“.

Und dann spielt da oftmals auch noch ein ganz anderes Thema hinein. Gerade große Kinder, die vielleicht wie in unserem Fall, auch noch die großen Geschwister sind. Denen wir als Eltern so oft die Rolle der Vernüftigen überstülpen. Die irgendwie so funktionieren müssen, weil sie ja schließlich die Vorbilder der Kleinen sind. Gerade für die gibt es nichts schöneres, Abends noch einen Moment länger aufbleiben zu dürfen. Sei’s 30min, in denen sie nochmal eine extra Portion Aufmerksamkeit bekommen. Ein Privileg, welches man natürlich nur als großes Geschwisterkind hat. Nochmal mit Papa toben dürfen, eine Geschichte vorgelesen oder erzählt bekommen, wovon die Kleinen nur „Bahnhof verstehen“.

Es geht um offene Arme, ohne Unterbrechung, Hände die nichts anderes halten, wie die Hand dieses kleinen Menschen. Es geht um den Geruch von Mama & Papa, es geht um Streicheleinheiten und Haare kraulen. Es geht um zärtliche Küsse auf der Stirn, und die Ruhe die wir damit ausstrahlen. Den Kopf des Kindes auf unserer Brust, den Herzschlag hören, dass alles ist schöner und beruhigender als jede Einschlafmusik. Die Stimme der Eltern schöner als das coolste Hörbuch.

Einschlafbegleitung, dass ist ungeteilte und liebevolle Aufmerksamkeit. Einschlafbegleitung, auch für größere Kinder, ist die Möglichkeit, dass wir uns ohne Ablenkung unserem Kind zuwenden, und ihm Liebe & Wärme für die kommende Nacht schenken. Einschlafbegleitung ist ein Geschenk für unsere Kinder – ganz egal in welchem Alter.

 

 

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Jetzt wird geschlafen! Ruhe! Basta! https://miniundmami.net/2015/09/30/jetzt-wird-geschlafen-ruhe-basta/ https://miniundmami.net/2015/09/30/jetzt-wird-geschlafen-ruhe-basta/#comments Wed, 30 Sep 2015 09:59:08 +0000 http://www.miniundmami.net/?p=1087 Ich oute mich! Ich habe ein Kind das nicht durchschläft! Nein, ihr denkt an das falsche Kind. Das Murmelchen ist die pure Schlafmütze und hat schon relativ bald und gut geschlafen. Mein Großer, mittlerweile fast 3 Jahre alt, tut das nicht. Er schläft nicht durch. Und er schläft auch schlecht ein. Er wacht mehrmals in der Nacht auf und das aus den unterschiedlichsten Gründen. Manchmal möchte er einfach nur etwas trinken und ein anderes mal hat er schlecht geträumt. Und es ist völlig normal das er das tut: Es gibt viele Kinder unter 3 die nicht Durchschlafen!

Schon als Baby hat er schlecht geschlafen. Wir haben viel versucht: nächtliche Spaziergänge mit dem Kinderwagen, Schnullerwechsel, schaukeln, wiegen, stundenlanges Rumtragen bis hin zu Staubersauger- oder Föhngeräuschen. Eine Bekannte meinte irgendwann zu mir: „Na, seid ihr jetzt unter die Eulen gegangen? Schon doof so auf Dauer die Nächte durchzumachen oder?“ – Danke auch noch einmal an dieser Stelle für dieses überaus sensible Kommentar!

Die Babys in meinem damaligen Rückbildungskurs schliefen irgendwie alle durch, trinken das Letzte mal um 21 Uhr und das nächste mal erst um 7 Uhr morgens. Die Mütter trafen sich 3x in der Woche zum gemütlichen Frühstück während ich versuchte etwas Schlaf nachzuholen, weil ich mir wenn ich ehrlich bin nicht mal zugetraut hätte in meinem“ Zustand“ Auto zu fahren. Die Anderen hatten Zeit mit ihren Männern, schließlich schlafen ihre Babys ja seelenruhig ab 21 Uhr in ihren Babybettchen – ganz im Gegensatz zu uns. Ich versuchte ab 19 Uhr im abgedunkelten und ruhigen Zimmer mein Baby von zu vielen Reizen abzuschotten, so dass die Nacht vielleicht nicht ganz so schlimm wird. Irgendwie fühlte ich mich in meiner dunklen Höhle manchmal auf der Verliererseite. Ich dachte ich hätte völlig versagt – irgendwas mache ich falsch. Schließlich kann doch angeblich jedes Kind schlafen lernen?

Gibts da nicht auch ein Buch? Zwei Tage später fing ich an das Buch zu lesen – und nach zwei Seiten schlug ich es wieder zu. Ja wie jetzt? Ist Schlafen jetzt wirklich Erziehungssache? Kann ich mein Kind zum Schlafen erziehen? Ist schlafen nicht spontan? Etwas unwillkürliches? Wie kann ich mein Kind dann dahingehend erziehen auf was es doch selbst gar keinen Einfluss hat? Wie soll ich ihm bitte das Schlafen beibringen?

Viele Nächte hatte ich in der Schwangerschaft wachgelegen. Entweder war ich nicht müde oder schon völlig übermüdet, oder mir fehlte irgendetwas. Manchmal hatte ich Hunger und Durst, Ein anderes mal tat mir der Rücken oder meine Beine weh und manchmal fehlte mir auch einfach mein Mann, der noch eben einen guten Film zu Ende schauen wollte. In allen Fällen war irgendein Bedürfnis nicht befriedigt welches verhinderte das ich friedlich einschlafen konnte. Jetzt ist es doch aber so: Ich bin Erwachsen, meine Füße tragen mich, meine Hände funktionieren und ich habe gelernt zu sprechen und meine Bedürfnisse mitzuteilen. Mein Baby kann das nicht. Mein Baby besitzt nur eine Möglichkeit mir ein Bedürfnis mitzuteilen: Weinen. So ist für mich als Mama klar, hoppla, ihm fehlt was, irgendetwas ist nicht in Ordnung! Kein Kind schreit um seine Eltern zu manipulieren!

Also war für mich klar, die einzige richtige Lösung für mich, ist auf die Bedürfnisse meines Kindes einzugehen. Nur wollte mir das Schlaf-Lernbuch jetzt erzählen, dass das in der Nacht falsch sei. Mein Kind soll selbst in den Schlaf finden und sich selbst zu requlieren. Wie zum ….  soll man sich denn selbst requlieren? Ich kann die Lautstärke des Fernsehers requlieren oder die Klimaanlage, aber mich selbst? Oder mein Baby? Macht mein Baby Feierabend wenn ich sage: „So jetzt ist Schluss. Licht aus, Ruhe, Basta!“

Nein tut es nicht – es weint und es wird so lange weinen bis ich als Mama endlich seine Bedürfnisse nach Wärme, Nähe, Liebe, Hunger, Durst, Ruhe, einer frischen Windel oder seinen Saugreflex befriedige. Solange bis es nichts mehr gibt was es am Einschlafen hindert.

Ich kann versuchen eine Umgebung zu schaffen in der mein Baby gern einschläft. Bei uns war es das Familienbett, in dem es nach Mama und Papa riecht, in dem wir uns gegenseitig wärmen können, es unser Atmen hört und so weiß – Ich kann beruhigt einschlafen, meine Eltern sind da!

Ich kann versuchen Rituale für meine Kind/Baby einzuführen, die es sanft an das Schlafen heranführen. Ein schönes Bad, mit einem Tropfen Entspannungsöl, eine zärtliche Massage, leise Entspannungsmusik oder eben bei größeren Kindern ein schönes Buch, nach dem Zähneputzen. Rituale zeigen meinem Baby, dass es langsam Zeit zum Schlafen ist. Können aber so lange ausgedehnt werden, bis mir das Kind das Signal gibt, jetzt bin ich bereit um zu Schlafen.

Ich kann versuchen ihm das Einschlafen so angenehm wie nur Möglich zu machen, in dem ich Schutz und Sicherheit vermittle. In unserem Fall ist es das Familienbett, Einschlafstillen und eine kleine Lichtquelle zum Einschlafen.  Es kann aber auch eine leicht angelehnte Tür, ein Schnuller, ein Schnuffeltuch, ein Teddybär oder ein Tshirt von Mama oder Papa sein.

Aber niemals kann ich mein Kind zum Schlafen erziehen!

Und Wenn, passt es sich nur an, weil es merkt – es gibt keine Alternative!

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